Emotionelle Erste Hilfe (EEH)

Schwangerschaft, Geburt und Familienalltag verlaufen nicht immer so harmonisch wie wir es uns wünschen. Ein untröstlich weinendes Baby, durchwachte Nächte oder ständig kreisende Gedanken können das Zusammensein belasten. Die Familie erlebt eine Schwächung, aus der sie alleine nicht mehr herausfindet. Dadurch ist es auch nicht mehr möglich, an die eigentlich vorhandenen Ressourcen anzuknüpfen.

Genau hier hat die Emotionelle Erste Hilfe (EEH) ihre Stärken. Ausgehend vom konkreten Alltag versuchen wir die Dynamik der Krise zu erkennen und verstehen.

Neben klärenden Gesprächen können auch einfache, körperorientierte Methoden wie Halt gebende Berührungen, Atemübungen, Massagen oder Visualisierungen eingesetzt werden. So stärken Eltern die feinfühlige und liebevolle Verbindung zu sich selbst und zum Kind – gerade auch in schwierigen Momenten. 

Die Emotionelle Erste Hilfe (EEH) wurde vom Psychologen Thomas Harms entwickelt. Sie hat ihre Wurzeln in der körperorientierten Psychotherapie sowie den Erkenntnissen der modernen Gehirn-, Trauma- und Bindungsforschung.

Häufig gestellte Fragen

…ist häufig der erste Satz neuer Klientinnen am Telefon. Weil die Situationen der Familien so individuell sind, kann ich sie unter ‘Angebot’ nicht alle aufzählen.

 

Du kannst aber davon ausgehen: Sobald dein Thema rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit danach mit intensiven Gefühlen wie z. B. Hilflosigkeit, Wut, Trauer, etc. zu tun hat, ist die EEH eine gute Möglichkeit, aus der Stressspirale auszusteigen und neue, gelassenere Wege zu finden. Dabei bekommst du keine allgemeinen Tipps, sondern wir arbeiten immer konkret an deiner Situation und deinem aktuellen Erleben.

Die meisten Klientinnen erleben bereits nach 2-3 Terminen eine deutliche Erleichterung ihres Alltages. Damit sich das neue Bindungserleben gut in der Familie etablieren kann, empfehle ich, dann noch einmal 2-3 Termine in grösseren Abständen wahrzunehmen. So finden alle Familienmitglieder genügend Zeit und Raum für ihre Prozesse. 

 

Manchmal zeigt sich, dass die eigenen frühen Bindungserfahrungen der Eltern noch heute in ihren Alltag hineinspielen und diesen belasten. Dann kann eine Begleitung über eine etwas längere Zeit hilfreich sein.

 

Manche Klientinnen melden sich einige Wochen oder Monate nach Abschluss der Begleitung wieder bei mir, wenn eine nächste familiäre Herausforderung anklopft oder wenn sie sich im Hinblick auf ein weiteres Kind für die Schwangerschaft und Geburt stärken möchten.

Auch Väter sind in meiner Praxis herzlich willkommen. 

 

Manche kommen als Begleiter für ihre Frauen und Babys her. Andere möchten ihre eigenen Fragen und Unsicherheiten im väterlichen Alltag klären.

 

Und was oft vergessen geht: Auch Väter können belastende Geburtserfahrungen machen. Gerne begleite ich auch sie dabei, noch einmal in Ruhe und Sicherheit auf das Erlebte zurückzuschauen, es zu verstehen und einen neuen Umgang damit zu finden.  

Hast du weitere Fragen?

Dann rufe mich einfach unverbindlich an.